kosciuszko

Kosciuszko Gesellschaft

Der Amthausplatz mit dem 1869 vollendeten Amthaus hiess in der ersten Zeit Kosciuszko-Platz. Schon 1865 wurde eine schweizerisch-polnische Vereinigung mit dem Solothurner Landamman Wilhelm Vigier an der Spitze gegründet. Wir vernehmen im zweitem polnischen Gästebuch, welches seit dem 15. Oktober 1865 geführt wurde und im Kosciuszko Museum aufbewahrt wird, von Manifestationen vor dem Denkmal in Zuchwil und von der Platzierung der Gedenktafel am Kosciuszko-Haus unter Teilnahme des neuen „Kosciuszko Vereins“. Darunter fanden sich Mitglieder aus Zürich und St. Gallen aus den früheren, vom Dichter Gottfried Keller angeregten Hilfskomitees für die Polensache im Jahr des Aufstandes von 1863.
Unter veränderten Umständen wurde Ende September 1936 mit der Eröffnung unseres Museums die Kosciuszko-Gesellschaft gegründet, welche heute in allen Gegenden der Schweiz und im Ausland gegen 550 Mitglieder zählt. Schweizer und Polen wollen die traditionelle Freundschaft der beiden Völker pflegen.
Die Gesellschaft ist Eigentümerin des Museums und hat die Kosciuszko-Anlage in Zuchwil mit Denkmal und Polenkapelle in ihrer Obhut. Das Museum wird unterhalten durch die Mitgliederbeiträge und Zuwendungen von Kanton und Stadt Solothurn.
Die Kosciuszko-Gesellschaft führte verschiedene Konzerte, Vorträge und historische Anlässe durch, so 1946 eine Gedenkfeier im Städtischen Konzertsaal zur 200-jährigen Geburtsfeier des Helden, 1961 die 25-Jahr-Feier der Gründung des Museums, im Oktober 1967 die 150. Wiederkehr seines Todestages (1817) mit einem gehaltvollen, im Stadttheater aufgeführten Gedenkspiel „Tadeusz Kosciuszko, der Naczelnik“, verfasst vom langjährigen Sekretär der Gesellschaft, Johann Arnold Wirth, und 1971 fand eine Erinnerungsfeier zum 225. Geburtsjahr des Helden statt. Die Gesellschaft beteiligt sich regelmässig an den Veranstaltungen der freien polnischen Vereinigungen in der Schweiz, besonders der polnischen Kombattanten, zu denen die ehemaligen Internierten gehören. Des Weiteren veranstaltet die Gesellschaft an der jährlichen Generalversammlung stets ein Referat zum historischen oder aktuellen Polen oder zu einem Thema zur Persönlichkeit von Tadeusz Kosciuszko.
Die Präsidenten der Gesellschaft seit 1936: der mehr als ein Vierteljahrhundert amtierende Regierungsrat Dr. Max Obrecht, Stadtamman Robert Kurt, alt Regierungsrat Dr. Urs Dietschi, alt Regierungsrat Dr. Franz Josef Jeger, alt Regierungsrat Dr. Alfred Rötheli, seit 2000 Regierungsrat Dr. Thomas Wallner und seit 2016 Regierungsrat Dr. Remo Ankli.

kosciuszko-haus
Krakow
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Solothurn

Vorstand der Kosciuszko-Gesellschaft

Präsident:
Dr. Remo Ankli, Regierungsrat, Solothurn

Vizepräsident:
Kurt Fluri, Stadtpräsident, Solothurn

Kustos:
Benedykt Drewnowski, Rüttenen

Quästorin:
Gertrud Lauener, Solothurn

Aktuar/Sekretär:
Felix C. Furrer, Solothurn

Museumsaufseherin:
Teresa Ackermann, Solothurn

Beisitzer:
Prof. Dr. Jan Sroka, Zuchwil
Jerzy Milosz, Aarau
Janusz Morkowski, Dübendorf
Pfarrer Gregor Piotrowski, Langenthal
Vertretung der polnischen Botschaft in Bern - Maciej Klos - Konsul